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Newsletter März 2026

Thema: Interpol Operation Synergia III

Die internationale Polizeiorganisation Interpol hat eine große Operation unter Beteiligung von 72 Ländern, darunter die Schweiz, Frankreich und Griechenland, durchgeführt. Die Operation hieß Synergia III und lief vom 18. Juli vorigen Jahres bis 31. Januar dieses Jahres.

Resultat:

  • Insgesamt 45.000 IP-Adressen und Server wurden dabei offline genommen.
  • 94 Personen wurden festgenommen, gegen 110 weitere laufen Ermittlungen.
  • In Chinas Sonderverwaltungszone Macau wurden mehr als 33.000 Phishing- und Betrugswebsites identifiziert, welche sich als Online-Casinos oder offizielle Websites von Banken, Behörden und Zahlungsdienstleistern ausgaben.
  • In Bangladesch nahm die Polizei 40 Verdächtige fest und stellte 134 elektronische Geräte sicher. Beides stehe in Zusammenhang mit verschiedenen Betrugsformen, darunter Betrug mit Krediten, Stellenausschreibungen, Identitätsdiebstahl und Kreditkartenbetrug.
  • In Togo hob die Polizei einen Betrugsring aus und nahm zehn Verdächtige fest. Einige von ihnen kümmerten sich um technische Aufgaben wie den unbefugten Zugriff auf Social-Media-Konten, andere führten Social-Engineering-Betrugsmaschen wie Liebesbetrug und Sextortion durch.

Author: UBI

Quellen:

Heise Online, ‘Weltweiter Schlag…‘, Niklas-Jan Engelking, abgerufen am 15.03.26
https://www.heise.de/news/Weltweiter-Interpol-Schlag-gegen-Cybercrime-45-000-IP-Adressen-offline-11210559.html


Thema: Datenschutzrechtliche Kontrolle des BND

04.03.26
Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat die Klage um das Einsichtsrecht der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) in Unterlagen des Bundesnachrichtendienstes (BND) als unzulässig abgewiesen.

Anlass für die Klage war ein Kontrolltermin der BfDI, bei dem der BND die Einsichtnahme in Anordnungen individueller nachrichtendienstlicher Aufklärungsmaßnahmen verweigert hatte. Eine umfassende Kontrolle dieser Maßnahmen durch die BfDI kann als Folge des Urteils nicht erfolgen.

„Als Folge des Urteils befürchte ich, dass im Bereich der Nachrichtendienste kontrollfreie Räume entstehen. Die kontrollierte Stelle kann nunmehr faktisch selbst darüber entscheiden, was mir zur Einsicht gegeben und was damit durch mich kontrolliert wird. Die Gesetzeslage ist absurd und muss korrigiert werden.“

          Prof. Dr. Louisa Specht- Riemenschneider

17.03.26
Das folgende hat sicher nichts mit dem obigen Thema zu tun:
Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), Prof. Dr. Louisa Specht-Riemenschneider, hat heute erklärt, sich aus gesundheitlichen Gründen von ihrem Amt zurückzuziehen, sobald die Nachfolge geregelt ist.

Author: UBI

Quellen:

BfdI, `Bundesverwaltungsgericht…’, Pressemitteilung, abgerufen am 18.03.26
https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/02_Entscheidung-BVerwG-BND.html

BfdI, `Bundesdatenschutzbeauftragte...‘, Pressemitteilung, abgerufen am 18.03.26
https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2026/05_BfDI-R%C3%BCckzug.html


Thema: USA verbieten alle neuen Router

Ab sofort lassen die USA nur noch im Inland hergestellte Router für Verbraucher zu. Das trifft nicht nur den Zusammenbau; vielmehr muss die gesamte Herstellungskette, vom Design über Chips bis zur Software, ausschließlich in den USA liegen und von Firmen mit US-Eigentümern und US-Management hergestellt werden.

Urheber ist die Regulierungsbehörde FCC Federal Communicatiobs Commission. Das ist die Zulassungsbehörde für Kommunikationsgeräte wie Radios, Fernseher und Computer. Sie prüft die Geräte auf Verträglichkeit mit den eigenen und anderen Normen.

Ausnahmegenehmigungen sind möglich, aber mit so hohen Auflagen verbunden, dass sich das nur wenige Hersteller antun dürften:

  • Für jedes Modell ist ein eigener Antrag erforderlich. Das gilt sowohl für Router, die in den allgemeinen Vertrieb gelangen, als auch solche, die von Internetprovidern an Kunden verteilt oder über den Großhandel zum Einsatz in Unternehmen verkauft werden.
  • Als Erstes müssen im Antrag umfangreich Angaben zu Firmenstruktur, Partnern und etwaigen Joint Ventures, Eigentümern ab fünf Prozent, Management und jeglicher möglicher Einflussnahme durch ausländischer Regierungen gemacht werden.
  • Darauf folgt die Offenlegung wettbewerbsrelevanter Umstände: Alle Bestandteile (bill of materials) samt jeweiligem Herkunftsland, die Inhaber aller relevanten Immaterialgüterrechte…
  • Jeder Ausnahmebewerber muss einen "detaillierten, zeitlich verpflichtenden Plan zur Etablierung oder Erweiterung der Produktion in den USA" für den jeweiligen Router vorlegen.
  • Im Genehmigungsfall sind quartalsweise Fortschrittsberichte Pflicht
  • Die Genehmigung gilt immer nur für ein Quartal.

Der Haken: Solche Router- Modelle gibt es nicht.

Und dann sind noch Überlegungen zu machen, was eigentlich ein Router ist. Laut NIST (National Institute of Standards and Technology) sind Router Geräte, die Datenpakete zwischen vernetzten Systemen weiterleiten, meistens nach dem Internet Protokoll (IP). Das würde auch Smartphones und WLAN-Router umfassen.

Gleichzeitig weist die FCC darauf hin, für das Verbot nicht zuständig zu sein, sondern nur für dessen Bekanntgabe und Durchsetzung. Der Befehl dazu komme von den nicht genannten US-Geheimdiensten. Dennoch begrüßt FCC-Vorsitzender Brendan Carr den Befehl ausdrücklich und zeigt sich erfreut, im Ausland hergestellte Router auf die Verbotsliste gesetzt zu haben.

Author: UBI

Quellen:

Heise online, `USA verbieten...`, Daniel A.J.Sokolov, abgerufen am 30.03.26
https://www.heise.de/news/USA-verbieten-alle-neuen-Router-fuer-Verbraucher-11222044.html


Thema: Angriff auf Apple iPhone und iPad

iOS- und iPadOS-Nutzer, die noch Betriebssysteme älterer Versionen von iOS 13 bis iOS 17 installiert haben, werden derzeit durch Malware angegriffen, deren Quellcode sogar offen steht. Es reicht dabei, auf eine Website mit dem integrierten Browser zu surfen, um sich etwas einzufangen.

Apple mahnt daher, möglichst schnell auf abgesicherte Versionen zu aktualisieren. Der Konzern hat zudem nun mit einer Push-Nachrichten-Kampagne begonnen, betroffene User zu informieren.

Eine Übersicht der jeweils letzten Updates hat Apple hier publiziert.
Nutzer sollten bestenfalls auf iOS 26.4 und iPadOS 26.4 aktualisieren.

Author: UBI

Quellen:

Heise online, ‘Apple...‘, Ben Schwan, abgerufen am 31.03.26
https://www.heise.de/news/Apple-Lockdown-Mode-beim-iPhone-noch-nie-gehackt-11229603.html

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