Newsletter März 2020
Thema: Home Office Arbeitsplätze ‚auf die Schnelle‘

Um es vorweg zu sagen: Es gibt keine Vorschriften/Gesetze, wie mit der Einrichtung von häuslichen Arbeitsplätzen in Zeiten des Katastrophenfalls zu verfahren ist. Trotzdem sollten Sie sich vor Augen halten, dass Sie für die Daten verantwortlich sind, die Ihre Mitarbeiter zu Hause bearbeiten. Es wird sicher in den nächsten Wochen keine Anzeigen und Beschwerden geben. Hat sich aber der Staub gelegt und es entstehen Folgeschäden, wird niemand bereit sein, einen ‚Katastrophen­bonus‘ zu vergeben.

Daher sollten Sie zumindest sicherstellen, dass Ihre Mitarbeiter wissen, welche Besonderheiten so ein Heimarbeitsplatz hat.
  • Firmenunterlagen an einem nicht frei-zugänglichen Ort aufbewahren.
    Klar können Sie nicht davon ausgehen, dass jeder ein abschließbares Arbeitszimmer hat. Aber man sollte schon darauf bestehen, dass am Ende des Arbeitstages alle Unterlagen nicht mehr zugreifbar sind.

  • Trennung von privaten Daten und Firmendaten
    Am schönsten wäre es, wenn Firmenhardware verwendet wird. Dann würde es reichen den Mitarbeiter darauf hinzuweisen, dass dieser Rechner nur für die Arbeit verwendet werden darf.

    Da dies bei einigen auf die Schnelle nicht möglich sein wird, sollten Sie darauf bestehen, dass keine Firmendaten auf dem privaten Computer gespeichert werden. Sie könnten USB-Sticks ausgeben, die als Speicher verwendet und dann genau wie die Firmenunterlagen behandelt werden. Da lässt sich auch eine Verschlüsselung einrichten.

    Beim Einsatz von Privatrechnern wäre ein browser-basierter Zugang zu Firmensystemen und E-Mail-Systemen am besten.

  • Ausdrucke/ Notizzettel
    Da führt jetzt kein Weg dran vorbei: Ausdrucke mit personenbezogenen Daten, E- Mails etc. müssen datenschutzgerecht entsorgt werden. Keinesfalls sollten sie in blauen Papiermülltonne des Wohnhauses Ihres Mitarbeiters enden. Haben Ihre Mitarbeiter keinen Schredder, dann muss das Papier bis Ende der Home-Office Arbeit an einem unzugänglichen Ort aufbewahrt werden. (Das ist dann wenigstens ein gutes Argument für den Kampf gegen Papierverschwendung)

  • Bildschirmsperre
    Beim Einsatz eines Firmenrechners können Sie noch selbst dafür sorgen, dass die Bildschirmsperre aktiv geschaltet wird. Ansonsten müssen Sie damit Ihre Mitarbeiter beauftragen.

    Und halten Sie den vorgegebenen Zeitraum sehr kurz. Es ist erstaunlich wie schnell die Kinder an den PC gehen, wenn sie sich langweilen und gern spielen möchten. Und wegen der momentanen Lage langweilen sich alle!

  • Passwörter
    Weisen Sie Ihre Mitarbeiter nochmals auf die Notwendigkeit hin, sichere Passwörter zu vergeben. Auch bei privaten Rechnern!

  • Allgemeines
    Versteht sich eigentlich von selbst, trotzdem sollten Sie betonen, dass niemand hinter Ihrem Mitarbeiter stehen und mitlesen sollte, was der da so macht.


Autor: UBI

Mensch und Medien, abgerufen am 17.03.20
https://www.dsb-ratgeber.de/artikel/datenschutz-und-home-office.html

Mensch und Medien, Datenschutz und Homeoffice, abgerufen am 17.03.20
https://www.dsb-ratgeber.de/artikel/homeoffice-datensicherheit.html

BSI, Sicheres mobiles Arbeiten, abgerufen am 17.03.20
https://www.bsi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/BSI/Publikationen/
Broschueren/Sicheres-Mobiles-Arbeiten.pdf;jsessionid=53B035565884B4DDF5202B3F0F08FEA4.1_cid369?__
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