Newsletter Dezember 2019
Thema: Studie zur Umsetzung der DSGVO

Nach Inkrafttreten der DSGVO im Mai 2018 haben wir alle ein Menge Arbeit in unsere Prozesse, unsere Webseiten, die Datenschutzerklärung und viele weitere Themen gesteckt.

Und jeder hat ein schlechtes Gewissen, weil niemand schon soweit ist, eine vollständig, lückenlose Umsetzung der DSGVO implementiert zu haben.

Jetzt wäre es interessant zu wissen, wie eigentlich die ‚Anderen‘ mit der Umsetzung der DSGVO umgehen und wie weit die schon sind.

Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz hat Anfang des Jahres eine Studie in Auftrag gegeben. Es sollte untersucht werden, wie weit Online-Dienste mit der Umsetzung der DSGVO fortgeschritten sind und wo sich die größten Lücken befinden.

Vorgehen bei der Studie:
Die Studie umfasste die Zeit von Mai 2019 bis September 2019.
Sie untersuchte 35 Firmen (z.B. Amazon, Otto, Youtube, Google) aus 7 Branchen:
  • Suchmaschinen
  • Informationsportale und -seiten
  • Buchungs-, Vergleichs-und Bewertungsportale
  • Soziale Netzwerke bzw. soziale Medien
  • Online Shops
  • E-Mail-Dienste
  • Webseiten von Unternehmen
Dabei wurden folgende Kriterien betrachtet:
  • Informationspflichten und Datenschutzerklärung
  • Rechtsgrundlage
  • Einwilligung
  • Umgang mit sensiblen Daten
  • Datenschutzfreundliche Voreinstellungen.
Für die Erfüllung der Kriterien wurden Noten vergeben von 1 bis 4 (voll gesetzes­konform) bzw. 5 (Best Practice, besser als die DSGVO)

Ergebnis:
Keine Firma erfüllt alle Anforderungen. (Die Ausnahme ist startpage.com, die allerdings aus der Bewertung genommen wurden, da sie eben keine personen­bezogenen Daten verarbeiten und die DSGVO daher auch nicht greift) Die Durchschnittsnote ist 2,52.

Die einzelnen Kriterien wurden wie folgt benotet:

Informationspflichten und Transparenz  2,78
Rechtsgrundlage  2,48
Einwilligung  1,98
Umgang mit sensiblen Daten  1,36
Datenschutzfreundliche Voreinstellungen  2,58

Einer der Hauptverursacher für diese schlechten Noten ist der Umgang mit personalisierter Werbung.

In den einzelnen Branchen zeigten sich die Online-Shops, die Onlineangebote klassischer Medien sowie die Präsenzen großer Wirtschaftsunternehmen am weitesten fortgeschritten.

Am schlechtesten waren soziale Netzwerke und Messengerdienste.

Fazit für uns: Die anderen kochen auch nur mit Wasser und keiner ist bisher voll im Ziel gelandet.

Autor: UBI

Quellen:
BMJV, Datenschutzgrundverordnung , abgerufen am 29.12.19
https://www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2019/112919_DSGVO_Studie.html

BMJV, Untersuchung der Umsetzung der DSGVO,…., abgerufen am 29.12.19
https://www.bmjv.de/SharedDocs/Downloads/DE/News/Artikel/1129­19_DSGVO_Studie.pdf;jsessionid=D4CF39B8B6BF24A36D99AECCE513E5A
E.2_cid334?__blob=publicationFile&v=2






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